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DL3RTL Journal
Meldung vom 31. January 2011, 19:59 h UTC

Erfolgreiche Wehr gegen Störung durch Plasma-TV


Das Jahr 2009 war kein besonders gutes Funkjahr für mich. Auch 2010 steht gerade mal ein einziger Kontakt im Logbuch. Schuld daran war eine breitbandige Störung im gesamten Kurzwellenbereich, die ausgerechnet vorallem die Amateurfunkbänder betraf und scheinbar immer dann eintrat, wenn ich gerade zuhause war und funken wollte.

Unter der Adresse www.tinyurl.com/plasmastoerung habe ich dokumentiert, was mir den Spaß am Funken verdorben hat. Sportlich wie ich bin, machte ich mich also kurzehand auf die Suche nach der Ursache. Mit einem Breitbandempfänger und einer Ferritantenne bewaffnet hatte ich schließlich vor der Haustüre eines über mir wohnenden Nachbarn den höchsten Ausschlag der Störungen ausfindig gemacht. Ich klingelte, mir wurde geöffnet, ich erklärte, worum es geht und durfte eintreten. Im Wohnzimmer befand sich ein überdimensionaler Plasma-Fernseher der Marke Samsung, Baujahr 2009. Ich bat den Nachbarn das Gerät testweise abzuschalten. Und tatsächlich verschwanden die Störungen sofort. Damit war die Quelle des Übels lokalisiert.

Doch wer haftet nun für den Schaden? Darf ich nicht mehr funken, muss das Gerät entstört werden oder ist gar der Verkäufer schuld? Um diese Frage zu klären, und auch um eine offizielle Bestätigung zu erwirken, dass das Gerät die Störabstände nicht einhält, habe ich am 15.05.2010 bei der Bundesnetzagentur Beschwerde in Form einer Funkstlörung eingereicht.

Daraufhin passierte sieben Monate lang zunächst garnichts. Ich fragte gelegentlich bei der BNetzA nach, die mir ausführlich erklärte, welche schwere Aufgaben man gegenwärtig mit der IFA und anderen kommerziellen Veranstaltungen anzuarbeiten habe, und ich solle mich noch etwas gedulden. Am 08.12.2010 fand schließlich ein Ortstermin statt, bei dem der Funkmeßdienst in der Wohnung meines Nachbarn die ans Netz abgegebene Störspannung ermittelte. Am 03.01.2011 wurde ich über das Ergebnis seitens der BNetzA informiert:

"
Sehr geehrter Herr Möller,

die von mir am 08.12.2010 durchgeführten Messungen ergaben eine
Überschreitung der geltenden Grenzwerte.

Der Betreiber des Gerätes wird von der Bundesnetzagentur aufgefordert,
den Mangel am beanstandeten Gerät zu beheben oder den Betrieb
dieses Gerätes einzustellen.

(...)

Aus meiner Sicht können Sie leider nicht zur Beseitigung der Störung
beitragen. Die Messung ergab eine Überschreitung des Grenzwertes
für die Störspannung, d. h. das beanstandete Gerät speist ein Stör-
signal im Kurzwellenbereich in das 230V - Netz ein. Theoretisch könnte
hier ein sog. Netzfilter Abhilfe schaffen. Da das gemessene Gerät aber
sicherlich auch ein Störspektrum direkt abstrahlt, ist der Erfolg solch
einer Maßnahme nicht sicher.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für ein gutes Neues Jahr

Im Auftrag

(...)
________________________________________
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Außenstelle Berlin
Prüf- und Meßdienst (DLZ 8)
"


Auf weitere Nachfrage bei der BNetzA teilte man mir mit, der Nachbar habe mit Schreiben vom 13.01.2011 gegenüber der BNetzA erklärt, das Gerät außer Betrieb zu nehmen. Seitdem ist es ruhig auf den Bändern, und ich kann wieder der zweitschönsten Nebensache der Welt nachgehen.

Was mit dem Fernseher als nächstes passiert, ist mir leider nicht bekannt. Wahrscheinlich wird sich Samsung um das Problem kümmern müssen.

73 aus Berlin de Daniel, DL3RTL


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